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Präventionswoche gegen Mobbing gestartet

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190225 antimobbing theater28Mit einer Theatervorstellung startete die Aktionswoche gegen Mobbing in der Keimelschule. In zwei Vorstellungen zeigten die Schauspielerinnen eindringlich, wie sich ein kleiner Streit so sehr aufschaukeln kann, dass ein Ausweg fast unmöglich erscheint.


Es war eine Initiative der Schulsprecher Kübra, Hazret und Luke, welche Schulleitung, Lehrkräfte und Jugendsozialarbeit der Keimelschule dazu bewog, intensiv das Thema "Mobbing" in der Schule zu behandeln. Zwar ist dieses Phänomen in der GKS nicht ständig akut, aber wenn Kinder oder Jugendliche davon betroffen sind, dann ist das sehr schlimm für sie. Deshalb sollen sie wissen, wie und von wem sie Hilfe bekommen können.

Einstieg und Aufhänger war das Theaterstück "Mobbing - wenn Ausgrenzung einsam macht" des "Weimarer Kulturexpress", das die Jugendsozialarbeiterinnen Steffi Reinl und Julia Endres an die Schule geholt hatten.

Alles beginnt ganz harmlos, als Franziska neu in die Klasse kommt und sich auf den freien Platz neben der sehr guten Schülerin Laura setzt. Die Neue ist nicht so fleißig - deshalb wiederholt sie auch auch - und kann gar nicht verstehen, dass Laura lernt und gute Noten schreibt. Der Neid führt zu den ersten Sticheleien durch Franziska, auf die Laura aber nicht weiter reagiert. Sie ist ist so gutmütig und hilfsbereit, dass sie sich gar nicht vorstellen kann, dass Franziska so bösartig ihr gegenüber sein könnte.

190225 antimobbing theater37Aber die Sache steigert sich immer weiter, indem ihr Franziska bewusst falsche Behauptungen unterschiebt und sie auch über Internetseiten und "soziale" Netzwerke bloßstellt. Heimliche Videoaufnahmen und Unterstellungen führen dazu, dass Laura schließlich nicht mehr weiter weiß. Auch die Eltern können nicht weiterhelfen, weil Franziskas Eltern die Sache völlig egal ist - so wie sie sich auch für ihre eigene Tochter und deren Leben kaum interessieren. In größter Not wendet sich Laura völlig verzweifelt an die Polizei ...

Hier endet das Theaterstück, aber nicht die Diskussion. Im Gespräch mit den Keimelschülern arbeiteten die beiden Schauspielerinnen das Geschehen im Stück auf. Anschließend konnten Schülerinnen und Schüler eigene Beobachtungen zum Thema "Mobbing" einbringen und es wurden Möglichkeiten gesammelt, wohin man sich wenden kann, wenn man betroffen ist oder jemandem helfen will: Lehrer, Jugendsozialarbeit, Schulleitung, Eltern, Geschwister, Freunde, Polizei ... Es gibt viele Menschen, die helfen können und möchten - man muss sie nur ansprechen.

Damit ist die Präventionsarbeit gegen Mobbing an der Keimelschule noch lange nicht beendet: Drei Tage lang fanden 90-minütige Workshops in allen Klassen statt, in denen Schulpsychologin, Vertrauenslehrkräfte und Jugendsozialarbeiterinnen das Thema ansprachen und Lösungswege erarbeiteten.Es wurde genau geklärt, was Mobbing ist und wie im Vorfeld verhindert oder gestoppt werden kann. Die Schüler machten sich Gedanken, das Erwachsene, Mitschüler und auch Opfer tun können, um Mobbing zu beenden. Außerdem durften die Schüler in einem Rollenspiel erleben, wie sich das Opfer fühlt und was für eine wichtige Rolle die Mitschüler und Zuschauer haben.

Am 27.02. fand ein Infoabend für Eltern statt, bei dem die Erscheinungsformen von Mobbing verdeutlicht und die Rolle der Eltern als Unterstützer erläutert wurde. Die Schulpsychologinnen Anette Pruy-Semsch und Hannah Jarisch zeigten Möglichkeiten zur Hilfe auf und erläuterten Methoden zur Stärkung der Kinder. Erstaunlich - und ein wenig traurig - war, dass bei über 240 Schülerinnen und Schülern lediglich 35 sich für den Infoabend angemeldet hatten, von denen dann schließlich acht (8!) gekommen waren. Mobbing - doch kein Thema für die meisten unserer Eltern?

Nach den Faschingsferien folgt ein Fortbildungsnachmittag für Lehrkräfte zu diesem Thema. Und im Frühsommer werden für Schüler Workshops mit dem Schwerpunkt "Cybermobbing" durch externe Fachleute angeboten werden.

Mit diesem umfangreichen Programm möchten wir von der Schule einen Beitrag dazu leisten, dass "Mobbing" kein Thema für unsere Schüler/innen ist, und dass sie auch später als Erwachsene nicht davon betroffen sein werden - denn auch im Arbeitsleben kann dieses Problem auftreten.

Weitere Fotos stehen hier im Fotoalbum ...

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